Molekulare Neuro-Onkologie

Die Forschungsgruppe für Molekulare Neuro-Onkologie befasst sich mit Fragestellungen zur Tumorbiologie des Glioblastoms (GBM), dem häufigsten und bösartigsten Hirntumor des Menschen mit einer, selbst bei optimaler Therapie, mittleren Überlebenszeit von nur 12 bis 15 Monaten. Die Bösartigkeit dieses Tumors basiert darauf, dass GBM schnell und invasiv in gesundes Hirngewebe einwachsen; nach operativer Entfernung können Sekundärtumoren innerhalb kurzer Zeit sogar in der bislang gesunden Gehirnhälfte entstehen. GBM hindern zudem Immunzellen daran, Krebszellen zu attackieren. Weiterhin sind GBM größtenteils resistent gegenüber Standardtherapien wie Bestrahlung oder Chemotherapie. Die Biologie des GBM zu kennen ist deshalb die Grundvoraussetzung, um neue Behandlungsverfahren entwickeln zu können. Wir arbeiten unter Verwendung verschiedener Strategien daran, das invasive Wachstum von GBM-Zellen zu vermindern und versuchen Tumorzellen wieder für Standard-Therapieansätze zu sensibilisieren. Zudem beschäftigen wir uns mit der Entwicklung „onkolytischer“ Adenoviren, die für die GBM-Therapie eingesetzt werden können.

Die wissenschaftlichen Arbeiten werden durch die Deutsche Krebshilfe, das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung an der Universität Tübingen, die Innovationsstiftung Ulrike Sauer, die Henriette und Otmar Eier-Stiftung und die Software AG Stiftung unterstützt.

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Ursachen der malignen Progression

 

Der Transkriptionsfaktor p53 liegt in etwa 50% aller Tumoren mutiert und damit in inaktiver Form vor. Der Verlust der p53-Aktivität ist ein wesentlicher Schritt der Tumorgenese und spielt eine Rolle bei der Strahlen- und Chemoresistenz vieler Tumoren. Die Restauration der p53-Funktion ist daher ein vielversprechender Ansatz einer Tumortherapie. Der chimeric tumor suppressor (CTS)-1 ist ein synthetisches p53-Analogon, basierend auf der Sequenz und Struktur von p53, kann jedoch im Gegensatz zu p53 nicht funktionell inaktiviert oder proteasomal degradiert werden. CTS-1 kann daher als eine dominant-positive Variante von p53 definiert werden. CTS-1 induziert Zelltod in p53-wildtyp und p53-mutanten Gliomzellen. Um neue, Zelltod-assoziierte bzw. an der Resistenz-entwicklung des Glioms beteiligte Gene und damit mögliche zukünftige Zielgene für eine gliomspezifische Therapie zu identifizieren, wurde eine CTS-1-resistente Zelllinie generiert. Whole-Genome-Microarray-Expressionsanalysen führten zur Identifizierung von etwa 1000 differenziell regulierten Genen in parentalen versus CTS-1-resistenten Gliomzellen. Funktionsanalysen zu einigen der differenziell exprimierten Gene zeigt, dass diese in Prozesse der Tumorzellmigration und -invasion und in Prozesse der Zellproliferation sowie Apoptose involviert sind. Ein Fernziel dieses Ansatzes ist die Identifizierung und Charakterisierung therapierelevanter Zielgene für neuartige und spezifische Gliom-Gentherapie-Ansätze. In unseren Experimenten zur Wirkung von CTS-1 in Gliomzellen konnten wir zeigen, dass Nuclear F kappa B (NFkB), ein normalerweise protektiv wirkender Transkriptionsfaktor, für den CTS-1-induzierten Zelltod essentiell ist. Weitere Versuche werden zeigen, welche Kofaktoren für den Zelltod-induzierenden Effekt von NFkB verantwortlich sind. Ein Faktor, der möglicherweise die Wirkung von NFkB vom „Survivalfaktor“ hin zu einem „Todesfaktor“ steuert, ist der Inhibitor of NFkB zeta ( IkBz). Die Funktion von IkBz im Glioblastom wird im Rahmen einer medizinischen Doktorarbeit, gefördert durch ein Stipendium des IZKF Promotionskollegs, untersucht. Ein weiteres, durch CTS-1- reguliertes Gen haben wir Carboxypeptidase E (CPE) identifiziert. CPE wurde ursprünglich als Neuropeptidase identifiziert, hat aber nach heutigem Wissen zusätzliche Funktionen, insbesondere bei der Entstehung von Tumoren. Eine sezernierte Form von CPE hemmt in Gliomzellen Zellmotilität, ein Charakteristikum des malignen Glioblastoms, welches eine komplette Resektion dieses Tumors verhindert. Eine Behandlung der Gliomzellen mit einem CPE-Inhibitor revertierte den anti-migratorischen Effekt der CPE-Überexpression.

 

  • Naumann, U., Kügler, S., Wolburg, H., Wick, W., Rascher, G., Schulz, J.B., Conseiller, E., Bähr, M., Weller, M. Chimeric tumor suppressor 1 (CTS1), a p53-derived chimeric tumor suppressor gene, kills p53 mutant and p53 wild-type glioma cells in synergy with irradiation and CD95 ligand. Cancer Res. 61 (2001): 5833-5842
  • Naumann, U., Huang, H., Wolburg, H., Wischhusen, J., Weit, S., Ohgaki, H., Weller, M. PCTAIRE3 and PIG3: potential mediators of glioma cell death by CTS-1, a dominant-positive p53-derived tumor suppressor. Cancer Gene Ther. (2006) 13:469-478
  • Seznec, J., Weit, S., Naumann, U. Gene expression profile in a glioma cell line resistant to cell death induced by the chimeric tumorsuppressor-1 (CTS-1), a dominant positive p53 – the role of NFkB. Carcinogenesis (2010) 3:411-418
  • Seznec, J., Naumann, U. Microarray Analysis in a Cell Death Resistant Glioma Cell Line to Identify Signaling Pathways and Novel Genes Controlling Resistance and Malignancy. Cancers 2011 3:2827-2843
  • Höring, E., Harter, P. N., Seznec, J., Schittenhelm, J., Bühring, H.J., Bhattacharyya, S., von Hattingen, E., Zachskorn, C., Mittelbronn, M., Naumann, U. The "go or grow" potential of gliomas is linked to the neuropeptide processing enzyme carboxypeptidase E and mediated by metabolic stress.  Acta Neuropathol. (2012)

Förderung:
Deutsche Krebshilfe und IZKF Promotionskolleg  Tübingen

(Ansprechpartner: Prof. Dr. U. Naumann)

 

Therapeutische Effekte von Mistellektinen bei der Behandlung des experimentellen Glioblastoms

 

Glioblastome sind hirneigene Tumoren, die trotz multimodaler Therapie im Median innerhalb eines Jahres zum Tod der betroffenen Patienten führen. Biologische Charakteristika des Glioblastoms sind die massive Invasion und Migration der Gliomzellen in das gesunde Hirnparenchym, eine verstärkte Neoangiogenese und insbesondere die tumorinduzierte Bildung eines immunsuppressiven Milieus im Tumor. TGF-β ist wesentlich an der Hemmung einer effektiven Immunantwort gegen Gliome beteiligt da es die Proliferation und Differenzierung von T-Zellen hemmt. Desweitern wird die Funktion Natürlicher Killer-(NK)-Zellen durch TGF-β beeinflusst. NK-Zellen erkennen und zerstören Tumorzellen ohne vorherige Immunisierung oder Detektion tumorspezifischer Antigene. Dabei sind aktivierende Rezeptoren wie NKG2D von entscheidender Bedeutung. NKG2D wird durch TGF-β herabreguliert, wodurch NK-Zellen ihre lytische Aktivität verlieren. TGF-β wirkt dem NKG2D-System auch dadurch entgegen, dass es auf Gliomzellen die Expression der NKG2D-Liganden MICA und ULBP2 hemmt.

ISCADOR®, ein in der Tumortherapie verwendetes Medikament, isoliert aus Extrakten der europäischen oder koreanischen Mistel (Viscum album), führt zur Aktivierung von NK-Zellen, zur Reduktion des Tumorwachstums und zur Verlängerung des medianen Überlebens im Nacktmausmodell. Aviscumine® ist ein in E.coli produziertes rekombinantes Mistellektin, welches in klinischen Studien zum Melanom antitumorale Effekte zeigt. Wir konnten zeigen, dass, sowohl ISCADOR Q als auch Aviscumine immunstimulierend wirken, GBM-Zellmigration reduzieren und, bei sehr geringer Toxizität für „Normalzellen“,  GBM-Zellen abtöten können. In GBM-Mausmodellen verlängerte die Behandlung der Tiere mit ISCADOR Q das mittlere Überleben der Tiere signifikant. Derzeit untersuchen wir die Effekte von ISCADOR Q und Aviscumine auf die Neoangiogenese sowie auf T-Zell-vermittelte Anti-Tumor-Immuneffekte  und evaluieren, welche Applikationsform bei der Behandlung des GBM den höchsten Wirkeffekt vermittelt sowie die Wirkungen der Substanzen in Kombination mit Glioblastom-Standard-Therapieschemata.

  • Podlech, O., Harter, P.N., Mittelbronn, M., Pöschel,  S., Naumann, U. Fermented mistletoe extract as a multimodal antitumoral agent in gliomas. Evid Based Complement Alternat Med. 2012;2012:501796. doi: 10.1155/2012/501796. Epub 2012 Oct 22

Förderung:
Innovationsstiftung Ulrike Sauer, Software AG Stiftung, Verein für Krebsforschung

(Ansprechpartner: Prof. Dr. U. Naumann)

 

Experimentelle Gentherapie maligner Gliome

 

Apoptose ist ein für die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines vielzelligen Organismus lebenswichtiger Mechanismus. Nur wenn die Neubildung und Eliminierung der Zellen im Gleichgewicht stehen, bleibt der Organismus gesund. Gerät dieses Gleichgewicht außer Kontrolle, sind krankhafte Erscheinungen wie Krebs die Folge. Viele Gene, die nach Schädigung der Zelle Apoptose induzieren, sind in Krebszellen nicht funktionell. Mittels Viren können Gene, die aktiv oder indirekt an der Induktion von Zelltod beteiligt sind, in Krebszellen eingeschleust und als potentielle Therapie-Gene getestet werden. Folgende Strategien werden derzeit untersucht:

BAX und NBK/BIK sind Mitglieder der proapoptotischen BH3-Proteinfamilie. NBK (natural born killer) induziert nach adenoviraler Transduktion Zelltod in Gliomzellen, während BAX Gliomzellen für Bestrahlung sensibilisiert.

XIAP (X-linked inhibitor of apoptosis) ist in vielen Krebszellen hochreguliert und blockt die Apoptose-Signalkaskade äußerst effektiv. Ausschaltung von XIAP durch virale Einschleusung von XIAPas-RNA tötet Gliomzellen effizient und schnell.

CPE (Carboxypeptidase E) hemmt die Zellmotilität, ein Charakteristikum des malignen Glioblastoms, welches eine kompletter Resektion dieses Tumors verhindert. Überexpression von CPE in Glioblastomzellen verminderte die Zellmigration, einen Effekt, der sich möglicherweise in zukünftigen Therapieansätzen nutzen lässt.

SLUG, SNAIL, ZEB und TWIST sind Transkriptionsfaktoren und in endothelialen Tumoren in Mechanismen der Tumorprogression involviert. Wir untersuchen derzeit, welche Funktion diese Faktoren bei der Neoangiogenese des Glioblastoms spielen.

Förderung:
Deutsche Krebshilfe, Henriette und Otmar Eier-Stiftung, IZKF Promotionskolleg  Tübingen

(Ansprechpartner: Prof. Dr. U. Naumann)

 

Experimentelle Virentherapie maligner Gliome

 

Viren sind als Krankheitserreger bekannt und führen in einigen Fällen sogar zu einer ernsten Gesundheitsbedrohung. Nicht jedes Virus ist jedoch gefährlich für den Menschen. So können Viren auch zu  krebsbekämpfenden, onkolytischen (= krebsauflösenden) Viren umfunktioniert werden: Um Viren gezielt auf den Kampf gegen Krebszellen umzufunktionieren, müssen ihnen gentechnisch Informationen eingebaut werden, mit deren Hilfe sie Tumorzellen erkennen können. Das Virus infiziert die Tumorzelle und beginnt, sich dort zu vermehren. Unter der Last der neu entstehenden Viren "zerfällt" die Tumorzelle, und die frei werdenden Viren befallen weitere, umliegende Krebszellen. Das Virus ist jedoch nicht fähig, sich in „normalen" Körperzellen zu vermehren, diese bleiben daher unbeeinträchtigt. Aufgrund der Virusinfektion wird außerdem das körpereigene Immunsystem auf die Tumorzellen aufmerksam. Mit Antikörpern und Effektorzellen kann es die Tumorzerstörung weiter vorantreiben. In unsren Studien testen wir die therapeutischen Wirkungen eines onkolytischen Adenovirus (Ad-Delo3-RGD). Ad-Delo3-RGD vermehrt sich ausschließlich in chemotherapie-resistenten Glioblastomzellen und Gliom-Stammzellen und tötet nach Infektion und aufgrund der Virusvermehrung diese Zellen ab. Nicht-Tumorzellen werden zwar infiziert, aber das Virus wird dort nicht vermehrt und die Zellen überleben. Ein weiterer Effekt der Virusinfektion ist die Sensibilisierung infizierter Tumorzellen hinsichtlich einer Chemotherapie. Die Bewaffnung des Virus mit einem Gen, welches ein zelluläres Reparaturenzym ausschaltet, führt zu einer weiteren Sensibilisierung hinsichtlich Chemotherapie in Zellkulturen. Behandlung von Glioblastom-tragenden Mäusen mit Ad-Delo3-RGD führte zu einer signifikanten Verlängerung des Überlebens im Vergleich zur konventionellen Chemotherapie.  Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt mit Arbeitsgruppen der TU München (Klinikum Rechts der Isar), der Charite Berlin (Institut für Pathologie), dem Frankfurter Edinger Institut für Neuropathologie, der Neurologischen Universitätsklinik Frankfurt und XVir Therapeutics, München.

  • Mantwill, K., Naumann, U., Seznec, J., Girbinger, V., Lage, H. Surowiak P., Beier, C., Mittelbronn, M., Schlegel, J, Holm, P.S. 2013. YB-1 dependent oncolytic adenovirus efficiently inhibits tumor growth of glioma cancer stem like cells. Translational Med. 2013, 11:216

Förderung:  BMBF

(Ansprechpartner: Prof. Dr. U. Naumann)

 
Name
Arbeitsgruppe
Telefon
E-Mail
 Angela Armento
Angela Armento
Molecular Neuro-Oncology
 
 Heiko Brennenstuhl
Heiko Brennenstuhl
Molecular Neuro-Oncology
 
 Rebecca Czolk
Rebecca Czolk
Molecular Neuro-Oncology
 
 Jacob Ehlers
Jacob Ehlers
Molecular Neuro-Oncology
 
 Linda Grim
Linda Grim
Molecular Neuro-Oncology
 
Prof. Dr. Ulrike Naumann
Prof. Dr. Ulrike Naumann Research Group Leader
Molecular Neuro-Oncology
07071 29-80707 
 Sonja Schoetterl
Sonja Schoetterl
Molecular Neuro-Oncology
07071 29-81986 
 Melissa Valussi
Melissa Valussi
Molecular Neuro-Oncology
 
 Vivien Veninga
Vivien Veninga
Molecular Neuro-Oncology
 
 francisco meraz torres
francisco meraz torres
Molecular Neuro-Oncology
 
 jennifer miemietz
jennifer miemietz
Molecular Neuro-Oncology
 

2016

Dhayade, S., Kaesler, S., Sinnberg, T., Dobrowinski, H., Peters, S., Naumann, U., Liu, H., Hunger, R.R., Thunemann, M., Biedermann, T., Schittek, B., Simon, H.U., Feil, S., Feil, R. A Novel Melanoma-Promoting cGMP Pathway that is Potentiated by Sildenafil. Cell Reports (2016) in press

Schötterl, S., Mittelbronn, M., Lentzen, H., Naumann, U. Effects of mistletoe lectins on the natural killer cell activity against glioma cells. Die Mistel in der Tumortherapie IV (2016), in press.

2015

Brennenstuhl, H., Armento, A., Braczysnki, A. K., Mittelbronn, M., Naumann, U. In glioma cells, IkBζ, an atypical member of the inhibitor of nuclear factor kappa B (NFB) family, is induced by gamma irradiation, regulates cytokine secretion and is associated with bad prognosis. Int. J. Oncol. 47, 2015: 1971-1980 (DOI: 10.3892/ijo.2015.3159)

Kumar, P., Naumann, U., Aigner, L., Wischhusen, J., Beier, C.P., Beier, D. Impaired TGF- induced growth inhibition contributes to the increased proliferation rate of neural stem cells harboring mutant p53. Am. J. Cancer Res. 2015;5(11):3436-3445

Schötterl, S., Brennenstuhl, H., Naumann U. Modulation of Immune Responses by Histone Deacetylase Inhibitors. Critical Reviews in Oncogenesis 2015, 20(1–2):139–154

Schötterl, S., Naumann, U. Mistletoe compounds as anticancer drugs: Effects and mechanisms in the treatment of Glioblastoma. Translational Research in Biomedicine: Mistletoe: From Mythology to Evidence-Based Medicine, Karger Press, 2015; Vol. 4:48-57

Naumann, U., Holm, P.S. Oncovirotherapy of glioblastoma – a kind of immunotherapy? Brain Disorders and Therapy 2015, http://dx.doi.org/10.4172/2168-975X.S2-001

2014


Höring, E., Podlech, O., Silkenstedt, B., Rota, I.A., Naumann, U "The histone deacetylase inhibitor trichostatin a promotes apoptosis and antitumor immunity in glioblastoma cells". World Biomedical Frontiers (ISSN: 2328-0166) 2014. http://biomedfrontiers.org/cancer-2014-4-29/

2013

Naumann, U. Harter, P.N., Rubel, J., Ilina, E., Blank, A.E., Esteban, H.B., Mittelbronn, M. (2013).Glioma cell migration and invasion as potential target for novel treatment strategies. Translational Neuroscience  4(3): 314-329

Mantwill K1, Naumann U,Seznec J, Girbinger V, Lage H, Surowiak P, Beier D, Mittelbronn M, Schlegel J, Holm PS.  YB-1 dependent oncolytic adenovirus efficiently inhibits tumor growth of glioma cancer stem like cells. J Transl Med. 2013;11:216.

Noell, S., Feigl, G.C., Serifi, D., Mayer, D., Naumann, U., Göbel, W., Ehrhardt, A. Ritz, R. Microendoscopy for hypericin fluorescence tumor diagnosis in a subcutaneous glioma mouse model. Photodiagn Photodyn 2013 (in press)

Adamopoulou, E., Naumann, U. (2013). HDAC inhibitors and their potential application in human glioblastoma treatment.  Onco Immunol 2(8): eLocation ID: e25219

Höring, E., Podlech, O., Silkenstedt, B., Rota, I.A., Naumann, U. The Histone Deacetylase Inhibitor Trichostatin A Promotes Apoptosis and Antitumor Immunity in Glioblastoma Cells. Anticancer Res 2013,33(4):1351-1360

Naumann, U. Harter, P.N., Rubel, J., Ilina, E., Blank, A.E., Esteban, H.B., Mittelbronn, M. (2013).Glioma cell migration and invasion as potential target for novel treatment strategies. Translational Neuroscience  4(3): 314-329

Mantwill K1, Naumann U,Seznec J, Girbinger V, Lage H, Surowiak P, Beier D, Mittelbronn M, Schlegel J, Holm PS.  YB-1 dependent oncolytic adenovirus efficiently inhibits tumor growth of glioma cancer stem like cells. J Transl Med. 2013;11:216.

Noell, S., Feigl, G.C., Serifi, D., Mayer, D., Naumann, U., Göbel, W., Ehrhardt, A. Ritz, R. Microendoscopy for hypericin fluorescence tumor diagnosis in a subcutaneous glioma mouse model. Photodiagn Photodyn 2013 (in press)

Adamopoulou, E., Naumann, U. (2013). HDAC inhibitors and their potential application in human glioblastoma treatment.  Onco Immunol 2(8): eLocation ID: e25219

Höring, E., Podlech, O., Silkenstedt, B., Rota, I.A., Naumann, U. The Histone Deacetylase Inhibitor Trichostatin A Promotes Apoptosis and Antitumor Immunity in Glioblastoma Cells. Anticancer Res 2013,33(4):1351-1360 

2012


Podlech, O., Harter, P.N., Mittelbronn, M., Pöschel, S., Naumann, U. Fermented mistletoe extract as a multimodal antitumoral agent in gliomas. Evid Bases Complement Alternat Med. 2012;2012:501796. doi: 10.1155/2012/501796.

Höring, E., Harter, P.N., Seznec, J., Schittenhelm, J., Bühring, H.J., Bhattacharyya, S., Hattingen, E., Zachskorn, C., Mittelbronn, M., Naumann, U. The “go or grow” potential of gliomas is linked to the neuropeptide processing enzyme carboxypeptidase E and mediated by metabolic stress. Acta Neuropathologica, Epub ahead 

2011

Seznec, J., Silkenstedt, B., Naumann, U. Therapeutic effects of the Sp1 inhibitor mithramycin A in glioblastoma J Neurooncol. (2011) 101(3):365-377

Gaub, P., Yoshi, Y., Wuttke, A,. Naumann, U., Schnichels, S., Heiduschka, P., Di Giovanni, S. The histone acetyltransferase p300 promotes intrinsic axonal regeneration. Brain (2011)  134:2134-2148

Seznec, J., Naumann, U. Microarray Analysis in a Cell Death Resistant Glioma Cell Line to Identify Signaling Pathways and Novel Genes Controlling Resistance and Malignancy. Cancers 2011 3:2827-2843

2010

Seznec, J., Weit, S., Naumann, U. Gene expression profile in a glioma cell line resistant to cell death induced by the chimeric tumorsuppressor-1 (CTS-1), a dominant positive p53 – the role of NFkB
Carcinogenesis (2010) 3:411-418

2009

Tedeschi, A., Nguyen, T., Steele, S.U., Feil, S., Feil, R., Naumann, U. , Di Giovanni, S. The tumour suppressor p53 regulates cGKI expression during neuronal maturation and is required for cGMP-dependent growth cone collapse. J. Neuro Sci. (in press)

Naumann, U., Weller, M. Modulating TGF-ß receptor signaling: a novel approach of cancer therapy. In Transforming Growth Factor-beta in Cancer Therapy, published in Beverly Teicher's Methods in Molecular Biology series on "Cancer Drug Discovery and Development" (Humana Press, USA 2009)

2008 

Weinmann, L., Wischhusen, J., Demma, M.J., Naumann, U., Roth, P., DasMahapatra, B., Weller, M. A novel p53 rescue compound induces p53-dependent growth arrest and sensitises glioma cells to Apo2L/TRAIL-induced apoptosis. Cell Death Differ. (2008) 15:718-729

Naumann, U., Maass, P., Gleske, A.K., Aulwurm, S., Weller, M., Eisele, G. Glioma gene therapy with soluble transforming growth factor-ß receptors II and III. Int J. Oncol. (2008) 33:759-765

2007

Naumann, U., Bähr, O., Wolburg, H., Altenberend, S., Wick, W., Liston, P., Ashkenazi, A., and Weller, M. Adenoviral expression of XIAP antisense RNA induces apoptosis in glioma cells and suppresses the growth of xenografts in nude mice. Gene Ther. (2007) 14:147-161; 14:1434-1437

2006

Weiler, M., Bähr, O., Hohlweg,U., Naumann, U., Rieger, J., Huang, H., Tabatabai, G., Ohgaki, H., Weller,M., Wick, W. BCL-xL, apoptosis and motility: move to survive or survive to move? Cell Death Differ. (2006) 13:1156-1169

Busche, A., Goldmann, T., Naumann, U., Steinle, A. Brandau, S. Natural killer cell-mediated rejection of experimental human lung cancer by genetic overexpression of major histocompatibility complex class I chain-related gene; A. Hum. Gene Ther. 17 (2006): 135-146

Naumann, U., Huang, H., Wolburg, H., Wischhusen, J., Weit, S., Ohgaki, H., Weller, M. PCTAIRE3 and PIG3: potential mediators of glioma cell death by CTS-1, a dominant-positive p53-derived tumor suppressor. Cancer Gene Ther. (2006) 13:469-478

Wick, W., Naumann, U., und Weller, M. (2006). Transforming growth factor-beta: a molecular target for the future therapy of glioblastoma. Current pharmaceutical design 12, 341-349 

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2005

Amatya, V.J., Naumann, U., Weller, M., Ohgaki, O.TP53 promoter methylation in human gliomas;Acta Neuropathologica 110 (2005): 178-184 

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Naumann, U., Schmidt, F., Wick, W., Frank, B., Weit, S., Gilllissen, B., Daniel, P., Weller, M. Adenoviral natural born gene therapy for malignant glioma.
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Platten, M., Kretz, A., Naumann, U., Aulwurm, S., Egashira, K., Isenmann, S., Weller M. Monocyte chemoattractant protein-1 increases microglial infiltration and aggressiveness of gliomas.
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Wischhusen, J., Naumann, U., Ohgaki, H., Rastinejad, F., Weller, M. CP-31398, a novel p53-stabilizing agent, induces p53-dependent and p53-independent cell death.
Oncogene 22 (2003): 8233-8145 

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2001

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Streffer, J.R., Rimner, A., Rieger, J., Naumann, U., Rodemann, H.P., and Weller, M. Bcl-2 family protein expression modulates radiosensitivity in human glioma cells.
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Schmidt, F., Rieger, J., Wischhusen, J., Naumann, U., Weller, M. Glioma cell sensitivity to topotecan: the role of p53 and topotecan-induced DNA damage.
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Rimner, A., Wischhusen, J., Naumann, U., Gleichmann, M., Steinbach, J.P., Weller, M. Identification by suppression subtractive hybridization of p21 as a radio-inducible gene in human glioma cells.
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Leitlein, J., Aulwurm, S., Waltereit, R., Naumann, U., Wagenknecht, B., Garten, W., Weller, M., Platten. M. Processing of immunosuppressive pro-TGF-beta 1, 2 by human glioblastoma cells involves cytoplasmic and secreted furin-like proteases.
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Röhn, T.A., Wagenknecht, B., Roth, W., Naumann, U., Gulbins, E., Krammer, P.H., Walczak, H., Weller, M. CCNU-dependent potentiation of TRAIL/Apo2L-induced apoptosis in human glioma cells is p53-independent but may involve enhanced cytochrome c release
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Naumann, U., Kügler, S., Wolburg, H., Wick, W., Rascher, G., Schulz, J.B., Conseiller, E., Bähr, M., Weller, M. Chimeric tumor suppressor 1 (CTS1), a p53-derived chimeric tumor suppressor gene, kills p53 mutant and p53 wild-type glioma cells in synergy with irradiation and CD95 ligand.
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Michel Mittelbronn, Neuropathologie, Edinger  Institut, Goethe Universität, Frankfurt a.M.

Per Sonne Holm, Experimentelle Tumortherapie, Urologie, Klinikum Rechts der Isar, TU München

Bernd Pichler, Institut für Präklinische Bildgebung und Radiopharmazie, Universität Tübingen

Robert Feil, Signaltransduktion, Transgene Modell, IFIB, Tübingen

Simone Niclou, Neuroonkologie, Norlux, CRP Sante, Luxemburg

Partick Müller, Friedrich-Miescher-Laboratorium, MPG, Tübingen

Karin Schilbach, Hämatologie, Kinderklinik, UKT Tübingen

Stephan Huber, Radioonkologie, UKT Tübingen

XVir Therapeutics GmbH, München

Melema Pharma GmbH, Köln

Verein für Krebshilfe, Arlesheim, Schweiz

NOA: Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft (NOA ) in der Deutschen Krebsgesellschaft

ZNO: Zentrum für Neuroonkologie (ZNO)

Deutsches Gliomnetzwerk

EORTC

BMBF: http://www.bmbf.de/

Deutsche Krebshilfe: http://www.krebshilfe.de

Software AG Stiftung: www.sagst.de/

Innovationsstiftung Sauer: www.isus-stiftung.de/

Forschungsgruppenleitung
Prof. Ulrike Naumann ulrike.naumann(at)uni-tuebingen.de Anschrift

Zentrum für Neurologie
Hertie-Institut für klinische Hirnforschung
Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt neurovaskuläre Erkrankungen

Otfried-Müller-Straße 27
72076 Tübingen

Tel.: +49 (0)7071 29-80707
Fax: +49 (0)7071 29-25150