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Im Rahmen eines 3-jährigen EU-geförderten ICT-Projektes (FP7, SENSE-PARK) entwickeln, testen und validieren wir ein Sensor-Informationssystem für Parkinson-Patienten. Dieses System besteht aus einzelnen Modulen und soll sich möglichst „unauffällig“ in den Alltag der Anwender integrieren lassen. Ein wichtiger Aspekt dieses Projektes ist die zentrale Miteinbindung von Parkinson-Patienten als Partner in die Projektentwicklung und -durchführung. Partner aus England, Deutschland, Norwegen und Portugal sind involviert. Projektleiter: Dr. Holm Graessner. Wissenschaftlicher Leiter: Prof. Walter Maetzler.
Dieses EU-geförderte ITN-Projekt fokussiert auf ein verbessertes Verständnis von supraspinalen Kontrollmechanismen von Gehen und Gleichgewicht bei älteren Menschen und Parkinson-Patienten, und auf therapeutische Optionen, wenn diese Mechanismen nicht mehr gut funktionieren. Partner aus England (Prof. John Rothwell, UCL), Deutschland (Bosch Healthcare), Israel (Prof. Jeffrey M. Hausdorff, Sourasky Medical Center, Tel Aviv) Schweden (Prof. Sten Grillner, Karolinska Institutet, Stockholm), der Schweiz (HOCOMA) und den Niederlanden (Prof. Bastiaan R. Bloem, University of Nijmegen; McRoberts, MOTEK Medical) arbeiten bei diesem Projekt mit. Projektleiter: Prof. Walter Maetzler.
In enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Klinische Neurodegeneration um Prof. Daniela Berg und des Universitätsklinikums für Psychiatrie und Psychotherapie sind wir zentral in die Durchführung und Analyse der Longitudinalstudie Tuebinger evaluation of Risk factors for Early detection of Neurodegenerative Disorders, TREND, involviert. Bei dieser prospektiven Kohortenstudie werden 1200 Ältere (50-80 Jahre) lebenslang alle zwei Jahre untersucht. Ziel der Studie ist es, möglichst früh kleinste Veränderungen und Anzeichen für Nervenzelluntergang auszumachen, die zu einer neurodegenerativen Erkrankung führen können. Insbesondere wollen wir erreichen dass Krankheiten wie Mb. Parkinson oder Mb. Alzheimer früher diagnostiziert werden können, als es zurzeit möglich ist. Der wissenschaftliche Schwerpunkt unserer Gruppe ist die Beschreibung von motorischen bzw. biochemischen Veränderungen.
MODEP-Studie: Zusammen mit der Arbeitsgruppe Klinische Neurodegeneration um Prof. Daniela Berg führen wir die Studie Modeling Epidemiological Data to study Parkinson disease progression, MODEP, durch. Dies ist eine 5-Jahres-Beobachtungsstudie von Parkinson-Patienten, in der motorische und nicht-motorische Parameter im Krankheitsverlauf quantitativ erhoben und mit etablierten Messparametern verglichen werden. Kontakt: Tanja Heger.
Protein-Clearance-Aspekte bei neurodegenerativen Erkrankungen: Protein-Clearance (am besten mit „Protein-Abbau“ oder „Protein-Beseitigung“ zu übersetzen) spielt eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Integrität von Nervenzellen. Immer mehr Anzeichen deuten darauf hin, dass eine schlecht oder nicht funktionierende Protein-Clearance in den meisten – wenn nicht in allen – neurodegenerativen Erkrankungen grundlegend zu funktionellen und strukturellen Veränderungen beiträgt, die schließlich zu klinischen Symptomen führen. Wir interessieren uns für Transport-Proteine des zentralen Nervensystems und deren Assoziation mit dem Auftreten von klinischen Symptomen und Amyloid-Erkrankungen. Unser besonderer Fokus liegt auf Proteinen, die in Astrozyten und Microglia exprimiert werden, und auf Aspekten der Autoimmunität bei Personen mit erhöhtem Risiko für, und Patienten mit Parkinson- oder Alzheimer-Erkrankung. Unsere Arbeit wird wesentlich unterstützt von der Neuro-Biobank.
Mechanistische Aspekte der Assoziation von Vestibulo-Okulärer Reflex-Suppression und Stürzen im älteren Menschen (2012-2016): Im Rahmen dieser Studie werden verschiedene neurogeriatrische Risikogruppen für Stürze zu 2 Zeitpunkten untersucht, es ist eine interventionelle Studie geplant. Ziel dieses Projektes ist es, den Einfluss von vestibulo-okulären Interaktionen (VOR, VOR-Suppression) auf Balance- und Gangmuster in neurogeriatrischen Risikogruppen und die Assoziation zu Stürzen zu verstehen. Diese Studie wird in enger Kooperation mit dem Team um Prof. Clemens Becker, Abteilung für Geriatrische Rehabilitation des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart durchgeführt. Kontakt: Dr. med. Karin Srulijes.
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