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Klinische Neurodegeneration

Ursachen, Früherkennung und Therapiestrategien

Arbeitsgruppenleiterin: Daniela Berg

Obwohl es sich bei der Parkinsonerkrankung, den neurodegenerativen Demenzen (z.B. Alzheimer Demenz, Parkinson-Demenz, Lewy-Körperchen-Demenz) und dem Restless-Legs-Syndrom (RLS - Bewegungsunruhe der Beine) aufgrund des häufigen Vorkommens um „Volkskrankheiten" handelt, ist die sichere Diagnose insbesondere im Anfangsstadium häufig schwierig zu stellen. Spezifische Therapien werden daher oft erst mit Verzögerung eingeleitet.

Bei den neurodegenerativen Erkrankungen sind meist bei Auftreten erster sichtbarer Symptome bereits so viele Nervenzellen geschädigt, dass eine nervenzellschützende Therapie nur noch wenig bewirken kann. Ziel muss daher sein, durch die Entwicklung zusätzlicher Verfahren eine frühe, sichere Diagnose zu ermöglichen und Verfahren zur Identifikation von Risikogruppen zu etablieren, die von einer nervenzellschützenden Therapie profitieren könnten.

In den Abbildungen sind verschiedene Symptome und Auffälligkeiten, die der Parkinsonerkrankung und Demenzen vorangehen können, dargestellt. In großen prospektiven Kohortenstudien wird die Bedeutung dieser Marker bezüglich einer Krankheitsentwicklung und ihre Veränderungen im Verlauf untersucht. Dabei stehen die genaue klinische Untersuchung, verschiedene Bildgebungen vom Gehirn und die Untersuchung von Stoffwechsel­produkten im Nervenwasser und Blut im Vordergrund. Ein weiterer Fokus wird auf die Einrichtung einer Biobank gelegt.

Darüber hinaus wird der Ursache verschiedener Marker nachgegangen - z.B. SN-Hyperechogenität (=vermehrte Helligkeit der Substantia nigra im Ultraschall des Gehirns). Es konnte bereits gezeigt werden, dass dieser Befund mit einem vermehrten Eisengehalt und Mikrogliaaktivierung assoziiert ist.

 

Die Signalausdehnung der Substantia nigra ist nicht nur für die Parkinsonerkrankung von Bedeutung. Wir konnten zeigen, dass sich bei RLS-Patienten eine verminderte Echogenität der Substantia nigra findet. Ersten Gruppenanalysen zur Folge lassen sich mit Hilfe dieses Ultraschallmerkmals Untergruppen der Erkrankung identifizieren, was für die Therapie von Bedeutung sein kann. Bei Kernspinuntersuchungen konnten wir zeigen, dass beim RLS ein verminderter Eisengehalt nicht nur, wie bereits bekannt, die Substantia nigra, sondern auch weitere Strukturen des Gehirns betrifft. Diese Entdeckung kann zukünftig nicht nur zur besseren Diagnostik, sondern auch zum besseren Verständnis der Erkrankung und zur Entwicklung weiterer Therapien beitragen.

Ein neuer Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist die Suche von klinischen, bildgebenden und Liquor-/Blut-.Markern für das atypische Parkinsonsyndrom Progressive supranukleäre Blickparese, und, in diesem Zusammenhang, die Etablierung von sensitiven Messmethoden für veränderte Körperbewegungen. Davon ist ein besseres Verständnis für derartige neurodegenerative Bewegungsstörungen zu erwarten. Zusätzlich ergeben sich daraus allgemein relevante Erkenntnisse über den Ablauf z.B. von Stürzen.

Klinische und wissenschaftliche Mitarbeiter/innen

Name:

Telefon

Fax

Email:

Berg, Daniela Prof. Dr.

83119

4490

Brockmann, Kathrin Dr.

80171

Faust, Bettina Dr.

87637

Gaenslen, Alexandra Dr.

80171

Godau, Jana Dr.

87604

Graeber-Sultan, Susanne Dr.

80424

Groeger, Adriane Dr.

87637

Huber, Heiko

80438

Liepelt-Scarfone, Inga Dr.

80424

5326

Maetzler, Walter Dr.

80172

Srulijes, Karin

80171

Studienassistentinnen / Dokumentarinnen

Name:

Telefon

Fax

Email:

Gauß, Katharina

83272

Jeric, Marion

85165

4608

Küstner, Ute

80478

Lutz, Gabriele

85660

Riedl, Tanja

83621

Biologische / Biochemische Doktoranden/innen

Name:

Telefon

Fax

Email:

Schmid, Benjamin

87608

4620

Schmid, Stefan

87640

4620

Publikationen

Ausführliche Informationen zu diesem Forschungsschwerpunkt befinden sich in der englischen Fassung.