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Biobank

Um die Ursachen und den Verlauf von Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson und anderen besser zu verstehen werden an der Neurologischen Klinik seit Jahren Biomaterialien von Patienten mit diesen Erkrankungen gesammelt und untersucht. Biomaterialien umfassen Blut- (z.B. DNA, RNA, Serum, Plasma, weiße Blutzellen, Gesamtblut) und Nervenwasserbestandteile (Liquor, Zellpellet), Urin und Hautzellen.

Nur eine zentrale Biobank kann strukturiert und einheitlich eine Sammlung von qualitativ hochwertigen Biomaterialen garantieren. Wofür können diese Proben dann verwendet werden? Eine Untersuchung von bereits vorliegenden Proben in Verbindung mit klinischen Informationen von einem Spender bietet zum Beispiel die Möglichkeit, Funktion und Bedeutung eines neu entdeckten Gens, Proteins oder anderen Stoffen des Körpers sehr schnell zu erforschen. Eine Biobank bildet damit ein wichtiges Bindeglied zwischen Grundlagenforschung und angewandter Medizin.

Die Biomaterialbank soll den lokalen Forschungsinstituten mit inhaltlichem Schwerpunkt Neurologische Erkrankungen / Neuroscience zur Verfügung stehen. Sie soll aber, nach sorgfältiger Evaluation der Projekte, auch Dritten für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt werden, und dadurch wissenschaftliche Kooperationsmöglichkeiten eröffnen und unterstützen.

Für diese Biobank liegt ein positives Votum der lokalen Ethikkommission vor. Sie wird durch Mittel des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und des Hertie-Instituts gefördert.