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Cystatine (Cys) C und F sind wirksame Inhibitoren mehrerer Cysteinproteasen, aber ihre physiologische Funktion ist nicht bekannt. Während Cys C ubiquitär exprimiert wird, ist die Expression von CysF auf wenige Zelltypen, wie DC, in denen es nach der Aktivierung hochreguliert wird, sowie CD8+ T-Zellen und NK Zellen beschränkt. Obwohl vorgeschlagen wurde, dass Cys C der natürliche Inhibitor von CatS für die Kontrolle des Abbaus der Invarianten Kette (Ii) in DCs ist, weisen Verteilung und Lokalisierung von Cys F (in Lysosomen/Endosomen) darauf hin, dass CysF möglicherweise ein besserer Kandidat für diese Funktion ist. Cystatin F kann zusätzlich Asparaginendopeptidase (AEP) hemmen, ein Enzym, dass eine Schlüsselrolle beim Abbau des Myelin basischen Proteins (MBP) in Antigen präsentierenden Zellen spielt. Die Expression von CysF in cytotoxischen Zellen entspricht der der Protease CatW, für die noch keine Funktion beschrieben wurde.
Mithilfe von siRNA sollen diese natürlichen Inhibitoren herunterreguliert werden und die Auswirkungen auf Proteaseaktivität (active site labelling), Proteinabbau, und Cytotoxizität in CD8 und NK Zelllinien untersucht werden. Wir hoffen so diejenigen Proteasen zu identifizieren, die von diesen Cystatinen reguliert werden und wie diese Vorgänge die Zellfunktionen beeinflussen.
Ansprechpartner: C.Stöckle, E.Tolosa