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Unit Demenzforschung

Die Unit Demenzforschung ist eine gemeinsame klinische Forschungsgruppe der Abteilung für Zellbiologie neurologischer Erkrankungen und der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen. Die Unit arbeitet eng mit der Gedächtnisambulanz der Universitätsklinik zusammen.

DIAN-Studie
Weitere klinische Studien und Forschungsprojekte
Mitarbeiter
Publikationen

Was ist DIAN?

DIAN (Dominantly Inherited Alzheimer Network) steht für das internationale Netzwerk zur dominant vererbten Alzheimer-Krankheit. Die internationale Forschungspartnerschaft wurde 2008 in den USA gegründet und erforscht die erbliche Form der Alzheimer-Erkrankung. Es wird davon ausgegangen, dass Erkenntnisse der erblichen Variante der Erkrankung auch für die sporadische Alzheimerdemenz gelten. Die deutschen Standorte sind Tübingen und München, die beide vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) finanziert werden.

Was ist erblicher Alzheimer?

Erblicher Alzheimer wird durch Mutationen in einem der drei Gene APP, PSEN1 oder PSEN2 verusacht. Träger des Gens geben den Defekt mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent an jedes ihrer Kinder weiter. Die erbliche Alzheimer-Erkrankung ist extrem selten (unter 1% aller Alzheimerfälle) - doch wer sie trägt, erkrankt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an einer Demenz, meist vor dem 60. Lebensjahr.

DIAN Beobachtungsstudie

Die DIAN Beobachtungsstudie soll dazu beitragen, die Entstehung von Alzheimer besser zu verstehen und die Entwicklung von Frühtests (sogenannte Biomarker) zu beschleunigen. Die ein- bis zweijährlich stattfindenden Untersuchungen im Rahmen der DIAN-Beobachtungsstudie umfassen eine ausführliche körperliche Untersuchung und Befragung durch einen Studienarzt, eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung (Prüfung von Gedächtnisfunktionen und anderen Bereichen der geistigen Leistungsfähigkeit), eine Blutentnahme, eine Lumbalpunktion (Nervenwasserentnahme), eine kernspintomographische Untersuchung (MRT) als auch eine Positronen-Emission-Tomographie (FDG-PET-MRT und PIB-PET-MRT) des Gehirns.

DIAN Medikamentenstudie

Weiter werden die Teilnehmer von DIAN in Zukunft auch an Medikamentenstudien (DIAN-Trials-Unit oder DIAN-TU) teilnehmen können. Ziel dieser medikamentösen Interventionen ist es, den Ausbruch der Erkrankung zu verzögern oder im Idealfall zu verhindern.

Teilnahme an DIAN

Personen, deren biologische Eltern oder Geschwister eine autosomal-dominante Alzheimerdemenz aufweisen, können an der DIAN Beobachtungs- oder Medikamentenstudie teilnehmen, und zwar ohne erfahren zu müssen, ob sie Genträger sind. Sie können Krankheitssymptome zeigen oder auch nicht. Das Mindestalter ist 18 Jahre.
Hinweise auf eine erbliche Alzheimerdemenz sind ein frühes Erkrankungsalter (unter 60 Jahren) und eine familiäre Häufung von Demenzen (3 oder mehr Betroffene in 2 Generationen).

Unterstützung für betroffene Familien

Wir organisieren in Deutschland jährliche Familientreffen für Familien mit genetisch bedingter Alzheimerdemenz. Neben Vorträgen zu den aktuellen Ergebnissen von DIAN, zur Therapieforschung und auch zu sozialmedizinischen und rechtlichen Fragestellungen haben die Betroffenen Zeit, sich kennenzulernen und untereinander auszutauschen.

Mit Hilfe der deutschen Alzheimergesellschaft haben wir ein geschlossenes Internetforum für DIAN-Familien geschaffen, welches den anonymen Austausch betroffener Familien untereinander ermöglichen soll.

Bei Interesse an DIAN oder DIAN-TU wenden Sie sich bitte an unsere Studienkoordinatorin Frau Kuder-Buletta.

 

Kontakt zu DIAN Tübingen

Studienleiter: Prof. Dr. Mathias Jucker
mathias.juckeruni-tuebingen.de; Tel. +49 (0)7071 29-86863

Klinischer Leiter: Prof. Dr. Christoph Laske
christoph.laskemed.uni-tuebingen.de; Tel. +49 (0)7071 29-83444

Studienarzt: Oliver Preische
oliver.preischemed.uni-tuebingen.de; Tel. +49 (0)7071 9254-337

Studienkoordination: Elke Kuder-Buletta
elke.kuder-bulettadzne.de; Tel. +49 (0)7071 9254-337

 

 

Ingo Rappers/HIH

DIAN-Team Tübingen
(vorne von links nach rechts: Dr. Susanne Gräber-Sultan, Elke Kuder-Buletta; Mitte von links nach rechts: Oliver Preische, Prof. Dr. Christoph Laske; hinten:
Prof. Dr. Mathias Jucker)

 

Weitere Informationen

http://www.dian-info.org/de/pdfs/Brochure.pdf

Informationen zu klinischen Studien und Forschungsprojekten finden Sie hier in englischer Sprache.


 
Name
Arbeitsgruppe
Telefon
E-Mail
Dr. Susanne Gräber-Sultan
Dr. Susanne Gräber-Sultan Neuropsychologist (DZNE)
Dementia Research Unit
07071 29-87606 
 Anna Hofmann
Anna Hofmann Clinician (DZNE)
Dementia Research Unit
07071 29-86855 
 Elke Kuder-Buletta
Elke Kuder-Buletta Study Nurse (DZNE)
Dementia Research Unit
07071 92-54337 
Prof. Dr. Christoph Laske
Prof. Dr. Christoph Laske Research Group Leader
Dementia Research Unit
07071 29-82444 
 Oliver Preische
Oliver Preische Clinician (DZNE)
Dementia Research Unit
07071 29-87091 

Preische O, Schultz SA, Apel A, Kuhle J, Kaeser SA, Barro C, Gräber S, Kuder-Buletta E, LaFougere C, Laske C, Vöglein J, Levin J, Masters CL, Martins R, Schofield PR, Rossor MN, Graff-Radford NR, Salloway S Ghetti B, Ringman JM, Noble JM, Chhatwal J, Goate AM, Benzinger TLS, Morris JC, Bateman RJ, Wang G, Fagan AM, McDade EM, Gordon BA, Jucker M; Dominantly Inherited Alzheimer Network. Serum neurofilament dynamics predicts neurodegeneration and clinical progression in presymptomatic Alzheimer's disease. Nature medicine 2019; 25(2):277-283 (Abstract)

Müller S, Herde L, Preische O, Zeller A, Heymann P, Robens S, Elbing U, Laske C. Diagnostic value of digital clock drawing test in comparison with CERAD neuropsychological battery total score for discrimination of patients in the early course of Alzheimer's disease from healthy individuals. Sci Rep 2019 Mar 5; 9(1):3543 (Abstract)

Müller S, Preische O, Sohrabi HR, Gräber S, Jucker M, Ringman JM, Martins RN, McDade E, Schofield PR, Ghetti B, Rossor M, Fox NN, Graff-Radford NR, Levin J, Danek A, Vöglein J, Salloway S, Xiong C, Benzinger T, Buckles V, Masters CL, Sperling R, Bateman RJ, Morris JC, Laske C; Dominantly Inherited Alzheimer Network (DIAN). Relationship between physical activity, cognition, and Alzheimer pathology in autosomal dominant Alzheimer's disease. Alzheimers Dement 2018; 14(11):1427-1437 (Abstract)

Müller S, Preische O, Sohrabi HR, Gräber S, Jucker M, Dietzsch J, Ringman JM, Martins RN, McDade E, Schofield PR, Ghetti B, Rossor M, Graff-Radford NR, Levin J, Galasko D, Quaid KA, Salloway S, Xiong C, Benzinger T, Buckles V, Masters CL, Sperling R, Bateman RJ, Morris JC, Laske C. Decreased body mass index in the preclinical stage of autosomal dominant Alzheimer's disease. Sci Rep 2017; 7(1):1225 (Abstract)

Laske C, Sohrabi HR, Frost SM, López-de-Ipiña K, Garrard P, Buscema M, Dauwels J, Soekadar SR, Mueller S, Linnemann C, Bridenbaugh SA, Kanagasingam Y, Martins RN, O'Bryant SE. Innovative diagnostic tools for early detection of Alzheimer's disease. Alzheimer's & Dementia 2015; 11:561-578 (Abstract)

Laske C, Sohrabi HR, Jasielec MS, Müller S, Koehler N, Gräber S, Förster S, Drzezga A, Mueller-Sarnowski F, Danek A, Jucker M, Bateman RJ, Buckles V, Saykin AJ, Martins RN, Morris JC, Dominantly Inherited Alzheimer Network (DIAN). Diagnostic Value of subjective memory complaints assessed with a single item in dominantly Inherited Alzheimer's disease: results of the DIAN study. Bio Med Research International 2015; 2015:828120 (Abstract)

 

 

Unit-Leitung
Prof. Christoph Laske christoph.laskeuni-tuebingen.de Anschrift

Hertie-Institut für klinische Hirnforschung
Abteilung Zellbiologie neurologischer Erkrankungen
und
Universitätsklinikum für Psychiatrie und Psychotherapie

Osianderstraße 24
72076 Tübingen

Tel.: +49 (0)7071 29-83444