Forschung

Das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) bildet gemeinsam mit der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen das „Zentrum für Neurologie". Das Zentrum wurde mit dem im Jahre 2001 unterzeichneten Vertrag zwischen der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und dem Land Baden-Württemberg, der Universität Tübingen und ihrer medizinischen Fakultät sowie dem Universitätsklinikum Tübingen geschaffen. Die zugrunde liegende Bündelung öffentlicher Ressourcen und privater Stiftermittel ist deutschlandweit einzigartig.

Am HIH sind derzeit 36 Arbeitsgruppen eingerichtet. 18 Professoren und 350 Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Ablauf von klinischer Forschung, Behandlungs- und Ausbildungsarbeit.

Das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung umfasst derzeit die folgenden fünf Abteilungen, wovon die ersten vier an der klinischen Versorgung beteiligt sind: 

  • Neurologie mit Schwerpunkt neurovaskuläre Erkrankungen (Leitung: Prof. Dr. Ulf Ziemann)
  • Neurologie mit Schwerpunkt Epileptologie (Leitung: Prof. Dr. Holger Lerche) 
  • Neurologie mit Schwerpunkt neurodegenerative Erkrankungen (Leitung: Prof. Dr. Thomas Gasser)
  • Kognitive Neurologie (Leitung: Prof. Dr. Hans-Peter Thier)
  • Zellbiologie neurologischer Erkrankungen (Leitung: Prof. Dr. Mathias Jucker). 

Abteilungen

Neurologie mit Schwerpunkt neurovaskuläre Erkrankungen

Die Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt neurovaskuläre Erkrankungen ist die größte klinische Abteilung. Sie deckt ein weites Spektrum neurologischer Erkrankungen ab. Forschung, klinische Versorgung und ambulante Behandlung von Patienten sind gleichermaßen wichtige Bereiche der Klinik. Ihre spezialisierten Stationen und Ambulanzen bilden die klinische Basis für die Forschungsgruppen der Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt vaskuläre Neurologie. mehr Info

Neurologie mit Schwerpunkt neurodegenerative Erkrankungen

Die Abteilung für Neurologie mit Schwerpunkt neurodegenerative Erkrankungen verfügt über rund 20 Betten und konzentriert sich in ihrem klinischen Bereich auf neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Parkinson, Ataxien, spastische Spinalparalysen und Demenzen. Im Bereich der Forschung geht es darum, jenen genetischen Faktoren auf die Spur zu kommen, die für die Entstehung degenerativer Erkrankungen des Nervensystems verantwortlich sind. mehr Info

Neurologie mit Schwerpunkt Epileptologie

Die Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt Epileptologie befasst sich vor allem mit Epilepsien und anderen anfallsartigen neurologischen Erkrankungen. Ziel ihrer Forschungsaktivitäten ist es, die molekularen Mechanismen vor allem genetisch bedingter, neurologischer Krankheiten mit gestörter neuronaler Erregbarkeit aufzuklären, ihr klinisches Erscheinungsbild differentialdiagnostisch verwertbar zu charakterisieren und gezielt neue Therapien zu entwickeln. mehr Info

Kognitive Neurologie

Die Abteilung für Kognitive Neurologie stellt in ihrem klinischen Bereich die beratende und ambulante neuropsychologische Versorgung sicher. Im Zentrum der Forschungsaktivitäten der Abteilung steht die Frage, wie das menschliche Gehirn unsere Wahrnehmung, unsere Vorstellungskraft, unser Urteilsvermögen und unsere Lernfähigkeit ermöglicht. mehr Info

Zellbiologie neurologischer Erkrankungen

Die Abteilung für Zellbiologie neurologischer Erkrankungen betreibt ausschließlich Forschung. Sie geht der Frage nach, durch welche zellulären und molekularen Mechanismen das Gehirn altert und warum manche Menschen im Alter dement werden. Im Zentrum der Forschung steht dabei die häufigste und schwerste Form der Altersdemenz, die Alzheimer-Erkrankung. mehr Info

Unabhängige Forschungsgruppen

Die beiden unabhängigen Forschungsgruppen konzentrieren ihre Forschungsarbeit zum einem auf die auf die molekularen und zellulären Mechanismen der Axon-Regeneration und der neuronalen Differenzierung bei der Reparatur von Schäden des zentralen Nervensystems (ZNS). Zum anderen erforschen sie die molekulare, synaptische und zelluläre Prozesse in der Amygdala und mit ihr assoziierter Gehirnregionen, die an der Steuerung von Furcht und der Speicherung von Furchtgedächtnis beteiligt sind. mehr Info