Diese Webseite nutzt Cookies

Diese Website verwendet Cookies und Services externer Diensteanbieter (z.B. Analyse Tools, Social Media Plugins, Google Suchfunktion). Genaue Informationen finden Sie in unserer /aktuelles/hih-news/datenschutzerklaerung/Datenschutzerklärung. Ihre Zustimmung gilt ggf. bis zum Widerruf. Wenn Sie ablehnen ist die Funktionalität dieser Website möglicherweise eingeschränkt.

HIH News

Randolph Helfrich erhält Förderung aus dem Emmy Noether-Programm

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) investiert in Projekte zur Rolle neuronaler Schwingungen bei der Verknüpfung von Wahrnehmung und Handlung.

Die Fragen könnten grundsätzlicher nicht sein. Wie entsteht aus rhythmischer neuronaler Aktivität des Gehirns und sich ständig wandelnder Aufmerksamkeit ein stabiles, zusammenhängendes Bild unserer Umgebung? Was sorgt dafür, dass dieses Bild zu einer Bewegung oder Handlung führt und wie abstrahiert und generalisiert das Gehirn dabei? Wie fließen Erfahrung und Vorwissen in diese Verknüpfung aus Wahrnehmung und Handlung ein? Dr. Dr. Randolph Helfrich vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) erhält für die Suche nach den Antworten zu den rhythmischen Bausteinen menschlicher Aufmerksamkeit bis zu 1,5 Millionen Euro aus dem Emmy Noether-Programm der DFG. Er wird mit dieser Förderung in den kommenden Jahren eine eigene Forschungsgruppe am HIH aufbauen und leiten.

Bei der Suche nach den Antworten nutzt der Arzt und Neurowissenschaftler verschiedene Verfahren. Er wird zunächst gesunde Probandinnen und Probanden mit der nicht invasiven Magnetenzephalografie untersuchen. Mit diesem Verfahren werden winzige Veränderungen im Magnetfeld aufzeichnet, die auf die Signale aktiver Nervenzellen zurückgehen und mit denen die zeitlichen Abfolgen verschiedener Verarbeitungsschritte im Gehirn nachvollzogen werden können. Dann wird Dr. Helfrich Patientinnen und Patienten mit Epilepsie um Unterstützung bitten, denn einigen werden vor der operativen Entfernung eines therapieresistenten Epilepsie-Herds Elektroden ins Gehirn implantiert, um deren Anfallsort sehr genau zu lokalisieren.  Die Ableitungen können auch für die Aufklärung von Aufmerksamkeitsprozessen genutzt werden. Für kausale Rückschlüsse auf wichtige strukturelle und funktionelle Regionen wird Dr. Helfrich auf Schlaganfallpatientinnen und -patienten mit umschriebenen Läsionen zugehen. Damit ist seine Forschung auch ein gutes Beispiel für die so wichtige Verzahnung von Grundlagenforschung und Patientenversorgung.

Mit dem Emmy Noether-Programm bereitet die DFG Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler auf die spätere Übernahme einer Hochschulprofessur vor. Das Programm gehört zu den renommiertesten Förderinstrumenten für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland.

Die Nachwuchsgruppe von Dr. Dr. Randolph Helfrich finden Sie hier.